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In Thüringen Schale Wasser und Rosenblätter - alte deutsche Hochzeitsbräuche

11/08/2018
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In Thüringen Schale Wasser und Rosenblätter - alte deutsche Hochzeitsbräuche

In Thüringen Schale Wasser und Rosenblätter - alte deutsche Hochzeitsbräuche
Will ein Mädchen aus Thüringen wissen, ob es noch ein Jahr warten muss oder nicht, füllt sie in der Neujahrsnacht eine Schale Wasser und wirft ein paar Rosenblätter hinein. Berühren sich zwei Blätter, wird sie in diesem Jahr ihren Liebsten finden. Dieser wirbt entweder selbst um die Braut, oder der Freiwerber übernimmt diese Aufgabe für ihn. Die Verlobung wird im Kreise der Familien gefeiert.

Im Frühjahr und im Herbst, außerhalb der Erntezeiten, wurden die meisten Hochzeiten gefeiert, am liebsten bei Vollmond, der Reichtum bringt. Zuerst musste jedoch das Aufgebot bestellt werden. An drei Sonntagen wurde in der Kirche die Hochzeit bekanntgegeben. Dann richtete der Hochzeitsbitter die Einladungen für die in acht Tagen stattfindende Hochzeit aus. Im Thüringer Wald wurde der Polterabend ausführlich gefeiert. Je mehr Menschen zusammenkamen und je größer der Scherbenhaufen war, umso größer die Ehre. In Stotternheim, Oberweimar, Niedergrundstedt und in anderen Orten folgte nach dem Gepolter und Krach ein anmutiger Brauch. Heimlich, still und leise schlichen sich die Burschen und Mädchen zum Hochzeitshause und schmückten es mit Tannen, Birken und Blumenkränzen, an denen Bänder mit Glückwünschen angebracht waren. Der Weg zur Kirche wurde mit Blumen ausgestreut.

Vor der Hochzeit essen die Brautjungfern und die Brautführer eine Weinsuppe miteinander, in die ein Mandelkern gegeben wird. Wer den Mandelkern in seinem Teller wiederfindet, wird als nächstes heiraten.

Der Ärmste des Dorfes wird aufgefordert, sich beim Brautzug an die Tür des Hochzeitshauses zu stellen, damit die Braut ihm Geld und Kuchen reichen und so das Unglück weggeben kann. Die Hochzeitsgäste sind mit roten, glücksbringenden Bändern und Rosmarinzweigen geschmückt. Auch in Thüringen sieht sich das Brautpaar auf dem Weg zur Kirche nicht um, weil es Unglück, Untreue oder Tod bedeuten könnte. In der Kirche steht das Brautpaar so dicht beieinander, dass niemand zwischen ihnen hindurchsehen kann. Im Hochzeitshause wird dann gratuliert und das Essen aufgetragen. Bei gutem Wetter tanzt die Festgesellschaft auf jeden Fall draußen. Um Mitternacht begeben sich die Hochzeitsgäste mit Musik vor das Bett des jungen Paares und rücken erst wieder ab, wenn sie Schnaps und Pfefferkuchen erhalten haben. Die Brautleute versuchen währenddessen, den ungebetenen Gästen etwas zu entwenden, für dessen Herausgabe die Bestohlenen bezahlen müssen. Zur Ruhe kommt das Brautpaar auf jeden Fall nicht so schnell.

Die Geschenke werden der Braut in den meisten Orten am zweiten Festtag nach einem gemeinsamen Frühstück übergeben. Das Patengeschenk wird mit Musikbegleitung aus dem Haus der Paten geholt. Es ist ein reichbesticktes Patenkissen, und es ist mit so vielen Federn ausgefüllt, dass es für ein ganzes Bett reicht. Auch am zweiten Festtag wird gegessen und getanzt. Der dritte Tag gilt in Neukirchen als Nachtrag. Nach reichlicher Bewirtung, Tanz und Spielen heißt es um Mitternacht, die Hochzeit hat ein Loch, sie ist zu Ende.

Eskalopp von Wachteln (1884)
Von flammierten und ausgenommenen Wachteln werden die Brüstchen ausgelöst, gehäutelt und in eine mit Butter bestrichene Schwungkasserolle eingesetzt, mit Salz und Pfeffer bestreut, mit einem, mit Butter bestrichenen Bogen Papier bedeckt und einstweilen an einen kühlen Ort gestellt. Aus den Gerippen wird eine Brühe gezogen, die dann, nach ihrem Durchseihen, mit der nöthigen braunen Sauce und etwas rotem Wein, auf starkem Feuer, bis zur gehörigen Dicke eingekocht wird. Einige Minuten vor dem Anrichten werden die Brüstchen auf starkes Feuer gestellt, nach 2 Minuten umgewendet, welches sehr schnell gehen muss; sie werden hierauf noch 1/2 Minuten gebraten: die Butter wird nun abgeschüttet, die Brüstchen werden mit der Sauce begossen, einmal aufgekocht und angerichtet. Die Sauce wird mit Citronensaft und etwas Fleischextrakt gehoben, dann durch ein Haarsieb gepresst und über die, in einer bordierten Schüssel angerichteten Brüstchen gegossen. Dass diese Schüssel zu einer der ausgezeichnetsten in der Kochkunst gehört, wird jedermann gleich einsehen, denn abgesehen von der Seltenheit (denn um nur einigermaßen eine Schüssel von einigem Ansehen zu erhalten, sind wenigstens dreißig Wachteln notwendig, die durchaus keinen Hautgout haben dürfen) und durch den Zusatz von Trüffeln und Champignons, sowie etwas Madeirawein, wird dieses Gericht zu einem der Köstlichsten gesteigert.

Eskalopp = kleines Schnitzel.
Flammiert = gerupft und abgeflammt.
Dieser Vorgang wird in Grundkochbüchern erläutert. Ihr Händler wird Ihnen diese Arbeit sicher gerne abnehmen.

Alle andere alte deutsche Hochzeitsbräuche sind im Ratgeber zu lesen

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