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Liebes über und Glücksbringer - alte und moderne Hochzeitsbräuche

24/06/2018
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Liebes über und Glücksbringer - alte und moderne Hochzeitsbräuche

Liebes über und Glücksbringer - alte und moderne HochzeitsbräucheLiebes über und Glücksbringer - alte und moderne Hochzeitsbräuche
Glücksbringende Amulette und Talismane spielen überall dort eine wichtige Rolle, wo die Ausgänge von Handlungen oder Verhaltensweisen schwer voraussagbar sind. In der Liebe werden sie bei Werbung und Hochzeit eingesetzt, und natürlich zur Sicherung der Fruchtbarkeit.

Sogar Sir Francis Bacon, Verfasser einer Wissenschafts-theorie, war der Ansicht, dass ein Mann, der ein Planeten-siegel als Amulett trage, leichter die Liebe eines Mädchens erringen könnte, mehr Mut entwickelte und im Kampf geschützt wäre. Im Altertum war der Schuh Fruchtbarkeitssymbol und wurde als Amulett getragen.

Fruchtbarkeit bedeutet nicht nur Kindersegen, sondern auch in weiterem Sinne Reichtum und Familienglück. Im deutschen Volksglauben entwickelte sich der Schuh zum Sinnbild für das weibliche Geschlecht. Noch heute werden in England, Schottland, Dänemark, Nordafrika und in der Türkei frisch Verheirateten alte Schuhe nachgeworfen. Als Amulett werden Schuhe gegen den fruchtbarkeitshemmenden Bösen Blick eingesetzt.

Der Besitz eines Hufeisens bringt Eheglück, heißt es. Am Eingang der alten Eheschmiede von Gretna Green in Schottland ist ein Glücksbogen aus Hufeisen angebracht. Dagegen vermeidet man in vielen Gegenden Deutschlands bis heute, Perlen zur Hochzeit zu verschenken, da jede Perle eine Träne bedeuten soll. Jaspis und Smaragde, glaubt man in Frankreich, bringen ihrem Besitzer erotische Kraft und binden die Partner aneinander.

In Deutschland, Russland und im angloamerikanischen Raum ist es immer noch üblich, bei der Hochzeit Getreidekörner oder Reis auf das Paar zu werfen. Auch dieser Brauch soll Glück und Fruchtbarkeit sichern. Konfetti und Blumen sind ein moderner Ersatz und verdecken den ursprünglichen Symbolismus.

Beliebt waren Amulette und Talismane auch schon immer als Aphrodisiaka, also als Mittel zur Anregung des Liebestriebes. Sexuelle Harmonie und Zärtlichkeit war und ist eine Verheißung für Glück und Dauer einer Ehe. Beifuß und Liebstöckel wirken sowohl unter dem Kopfkissen als auch, mit größerer Sicherheit, als Küchenkraut im Hochzeitsfestmahl. Doppelte Wirkung besaß die Pflanze Fernlieb (Telephilon), sie ist ein liebesstimulierendes Reizmittel und wurde als Liebesorakel eingesetzt.

Liebeselixiere, aphrodisische Latwergen (eine Art Dick-saft) und stimulierende Speisen waren in früheren Jahr-hunderten häufig konsumierte Produkte. So wurde zum Beispiel zur Steigerung der Lust eine Gemüsesuppe mit frischem Brot oder eine Markklöschensuppe empfohlen. Wurden dann Pfannkuchen mit Honig und Pfeffer zum Nachtisch gereicht, stellte dies ein Höchstmaß an Ausschweifung in Aussicht. Dieses Mahl war ein einfacher und erprobter Talisman für den Genuß ehelicher Sexualität.

Wenn auch nicht als Empfehlung zum Hochzeitsmenü, so mag es vielleicht trotzdem sinnvoll und interessant sein, das Rezept, ein Juwel der erotischen Küche, in seiner im 17. Jahrhundert verbreiteten Fassung auszuprobieren.

Man nehme ein Pfund weißen Pastinak (seca- cul), der in der zweiten Brühe von Kichererbsen gekocht wurde, acht Unzen Riemenzunge, drei Unzen Rettichwurzeln, zwei Unzen Drachenwurz. Dies zerstampfe man und gieße Kuhmilch oder Schafsmilch darüber, die es zwei Finger breit bedecken soll. Jeweils vier Unzen Sesamöl und frische Kuhbutter sind (mit gehörig Feuer) zu kochen, bis sie eingedickt sind. Wenn es nicht genügend gekocht ist, gebe man erneut Milch, Öl und Butter zu und lasse es vollkommen gar werden. Dann füge man sechs Pfund besten Honig und eineinhalb Pfund Saft von wäßrigen Zwiebeln bei. Man lässt erneut alles kochen, bis es gute Konsistenz annimmt. Dann nehme man es vom Feuer und gebe folgendes Pulver hinein: acht Achtelunzen Schwanz und Lenden vom Skink, jeweils vier Achtelunzen Raukensamen, Kressesamen, Pastinaksamen, Senfsamen, Spargelsamen, Ingwer, Zimt, langen Pfeffer und Vogelzunge (= lingua avis = fraxinus excelsi = Esche). Wenn sie mit besagtem Fleisch vermischt sind, füge man eineinhalb Pfund geschälte Pinienkerne und zwei Unzen geschälte Pistazien hinzu. Man mische alles gut und aromatisiere es mit einer Achtelunze guten Moschus.

Mit einem charmanten Trinkspruch wirkt auch schon ein Gläschen Wein. Bereits die Griechen, Ägypter und Römer wußten: auch dieses Mittel wärmt die kalten Glieder. Fügt man einem guten Wein Angelika, Salbei und Ingwer hinzu, bietet er, neben dem Genuß, Anregung als wirksames Aphrodisiakum.

Der honeymoon verdankt seinen süßen Namen dem altsächsischen Brauch, nach der Hochzeitsnacht einen Monat lang täglich ein Gläschen Honigwein zu trinken. Ein Gläschen soll schon Wunder bewirken! Hier das Rezept:

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