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Die letzten Tage vor der Hochzeit Teil 1– Ideen Tipps Beispiele

16/03/2020
2trauringe-gold
Die letzten Tage vor der Hochzeit Teil 1– Ideen Tipps Beispiele

Die letzten Tage vor der Hochzeit Teil 1
Nach der Bandprobe sitze ich mit drei der fünf Jungs in unserer Stammkneipe. Bastian, der Bassist, und Tom, der Gitarrist, haben heute bereits andere Pläne.

Gibt es schon die Songs für deine Hochzeit? Will Dieter, der Sänger, wissen. Du weißt, dass mir das Textlernen nicht so leicht fällt.

Es dauert ja noch bis dahin - das wirst sogar du schaffen. Wenn wir überhaupt etwas Neues spielen. Debora hat bis jetzt erst einen Wunsch geäußert - und den willst du nicht wissen.

Lass mich raten: Oh happy day. Ich rolle nur mit den Augen und Dieter weiß Bescheid.

Es wird mich wohl noch einiges an Überzeugungsarbeit kosten, bis wir zu einer ordentlichen Playlist kommen, seufze ich dann.

Na, Hauptsache, du bereust angesichts ihres Musikgeschmackes die Wahl deiner Frau nicht, grinst Sam, der Drummer.

Das nicht - obwohl sie mir in letzter Zeit ordentlich auf die Nerven geht. Dieses Hochzeitsgetue ist kaum auszuhalten.

Gibt’s oft Zoff?
Nö. Wir sind meistens einer Meinung - nämlich ihrer! Sam lacht. Hat einer von euch Erfahrung mit PMS? Oh ja, nickt Dieter. Marlene war früher ein paar Tage vor ihren Tagen unausstehlich! Launisch, ungeduldig und ganz nah am Wasser gebaut.

Genau. Multipliziere das mit 10, addiere Hektik und Panikattacken und subtrahiere Offenheit für andere Themen als die Hochzeit. Dann hast du ein ungefähres Bild davon, wie Debora momentan drauf ist.

Klingt anstrengend. Ihr hättet eben doch nach Las Vegas abhauen sollen.

Ach, lass mich doch in Ruhe!

Noch ist es nicht zu spät, schaltet sich nun Dieter, der Keyboarder, ein. Wir könnten ja deinen Junggesellenabschied in Vegas feiern!

Um dann tätowiert, mit einem Zahn weniger, total pleite und unter Verlust des Kurzzeitgedächtnisses wieder nach Hause zu kommen? Nein, danke.
Du hast eindeutig zu viele Hangover-Filme gesehen. Uns würde so etwas nie passieren! Dabei grinst er von einem Ohr bis zum anderen.

Natürlich nicht. Aber im Ernst jetzt: Das wär mir dann doch too much. Die Hochzeit kostet eh schon eine Lawine.

Hast du andere Vorschläge? Will Sam wissen. Nö. Hab mir noch keine Gedanken gemacht. Dann wird’s aber Zeit. Wir wollen eine coole Party!

Deine Vorstellung von einer coolen Party kenne ich. Eine Kneipentour und dann ab in einen Strip-Schuppen. Dieter scheint von dieser Vorstellung wenig begeistert zu sein. Er ist um die fünfzig, seit Ewigkeiten verheiratet und kein Freund von ausgedehnten Sauftouren. Wir könnten doch gemütlich den Griller anheizen, ein paar Bierchen trinken und ein bisschen jammen.

Das kannst du im Seniorenklub machen, alter Mann!, protestieren Sam und ich einstimmig.

Genau. Ich bin auch eindeutig für etwas mehr Action. Habt ihr schon von diesem neuen Männerspielplatz gehört? Fragt Dieter, unser Motoren-Freak.

Was soll denn das sein? Ein Riesenpark mit allem, was das Männerherz begehrt. Da kann man eine Quadtour machen, Autos mit dem Vorschlaghammer bearbeiten, Paintball spielen, Bagger fahren und eine Cross-Kartstrecke gibt es auch.

Du spinnst wohl. Das ist mir viel zu gefährlich. Wenn ich mich vor der Hochzeit verletze, krieg ich von Debora gleich noch mal eine drüber.

Hast du schon gehört, was die Mädels so machen? Will Sam nun wissen.

Nein. Ist mir aber auch ziemlich schnuppe.

Ich könnte Milena aufwiegeln, für Debora eine Strip-Show zu organisieren. Dann kann sie sich nicht aufregen, wenn wir für dich auch eine Stripperin ordern.

Du immer mit deinen Stripperinnen!, schüttelt Dieter den Kopf. Ich habe noch nie verstanden, was daran so toll sein soll, sich von einer Frau heiß machen zu lassen, die man dann nicht mal anfassen darf.

Wenn du so denkst, darfst du dir auch keine Pornos reinziehen. Diese Frauen kannst du ja auch nicht berühren. Jedenfalls will ich nicht in irgendeiner lächerlichen Verkleidung durch die Stadt ziehen und mich bis auf die Knochen blamieren, stelle ich an dieser Stelle sicherheits- halber klar.

Ich liege auf der Couch und informiere mich via TV über die Ereignisse des Tages. Debora werkelt in der Küche herum und telefoniert dabei. Als ich mir ein Bier hole, kichert sie gerade wie ein Teenie. Na klar wäre das cool. Aber wir feiern eine Hochzeit mit hundert Gästen und füttern auf den Malediven. Da kann ich nicht auch noch für eine Junggesellinnenparty nach Vegas fliegen - und ich bin wohl nicht die Einzige, die sich das nicht leisten kann. Abgesehen davon wäre Chris sicher wenig begeistert. Sie grinst mich an. Ich nicke zustimmend und gehe wieder ins Wohnzimmer.

Weißt du schon, wie du deinen Polterabend verbringen

wirst? Fragt mich Debora, als sie eine Viertelstunde später auftaucht.

Nö. Und du?

Die Mädels haben lauter sonderbare Ideen. Von einer Bachelorette-Party in Las Vegas über eine Chippendale- Show bis zu einer Pyjama-Party ist da alles dabei.

Und auf was hast du Bock?

Ach, ich weiß nicht. Einmal reizt es mich, so richtig einen draufzumachen und abzufeiern, dann wieder denke ich mir, ich bin doch keine 19 mehr und ein gemütlicher Wellness-Tag wäre bestimmt chilliger.

Da werden deine Freundinnen allerdings auch ein Wörtchen mitreden wollen.

Das ist genau der Punkt. Aber du wirst das gleiche Problem bekommen - wart’s ab! Gut, dass wir den Termin so früh vor der Hochzeit angesetzt haben. Da bleiben zwei Wochen Zeit zum Erholen, das solltest sogar du schaffen!

Das ist ja bereits in 14 Tagen!, erkenne ich schockiert.

Ich weiß. Darum sind meine Mädels ja auch schon ungeduldig. Mich wundert, dass du noch nichts von deinen Jungs zu dem Thema gehört hast.

Wir haben vor Wochen nach der Probe mal kurz darüber gequatscht. Irgendwann meinte Andreas dann, er kümmere sich darum.

Das ist ja als dein Trauzeuge auch seine Aufgabe. Und du lässt ihm da einfach freie Hand?

Wieso nicht? Der kennt mich gut genug, um zu wissen, was ich unter Spaß verstehe.

Aber mich nicht.

Wie meinst du das?

Ich finde, wir sollten uns darüber unterhalten, was für uns okay ist und was nicht. Debora schaltet den Fernseher auf stumm. Ich finde die Vorstellung, dass eine Stripperin auf deinem Schoß sitzt und dir ihre Silikontitten vor die Nase hält, etwas weniger prickelnd als du.

Auf so eine musst du doch nicht eifersüchtig sein. Das ist ihr Job! Die interessiert sich doch einen feuchten Kehricht für mich.

Dann ist es also in Ordnung für dich, wenn ein Adonis im Stringtanga sein bestes Stück an mir reibt?

Hast du sie noch alle?!

Wieso regst du dich auf? Auf den musst du doch nicht eifersüchtig sein. Ist doch schließlich sein Job.

Mist. Nun hat sie mich mit meinen eigenen Argumenten schachmatt gesetzt. Ich muss zurückrudern. Damit hätte ich zwar echt keine Freude, aber wie du richtig sagst, wird der Typ wenigstens dafür bezahlt! Viel schlimmer finde ich diese Verkaufsgeschichte - die Vorstellung, dass du mit einem Game Over-T-Shirt in überfüllten Lokalen irgendwelchen besoffenen notgeilen Kerlen Kondome, Küsse oder Unterschriften auf dein Dekolleté anbietest, macht mich rasend!

Als ob ich der Typ für so was wäre!

Wer weiß, wie das deine Freundinnen sehen. Unter Gruppenzwang macht man Dinge, die man sonst nie tun würde.

Im Grunde ist es doch ganz einfach: Du tust nichts, womit du ein Problem hättest, wenn ich es machen würde!

Klingt fair.

Also abgemacht?

Abgemacht!

Debora dekoriert die Terrasse, während Stefania Fackeln im Garten verteilt. Wir haben uns entschlossen, zu Hause zu essen und vorzuglühen, bevor wir auf die Piste rollen. Natürlich getrennt. Für die Jungs gibt es Barbecue in Andis Garten, für die Mädels einen italienischen Abend in unserem. Wir haben Glück - das Wetter passt perfekt.

Debora trägt ein rotes T-Shirt, auf dem in großen weißen Buchstaben BRAUT steht. Vermutlich würde sie das am liebsten bis zur Hochzeit nicht mehr ausziehen. Im Gegensatz zu mir - sie hat mir nämlich das männliche Gegenstück geschenkt.

Ziehst du dein Bräutigam-T-Shirt nicht an? Will sie wissen, als ich mich am späten Nachmittag auf den Weg mache.

Ich hab es eingepackt. Ich muss noch einkaufen und da will ich nicht damit rumlaufen.

Du musst erst einkaufen? Fragt Debora ungläubig. Miss Perfect war schon frühmorgens in zwei verschiedenen Supermärkten, hat alle Getränke eingekühlt, mittags Stefania abgeholt und mit ihr gemeinsam das Essen vorbereitet. Ja, ich muss erst einkaufen. Bier, Cola, Rum. Steaks, Ketchup und Brot. Männer sind da unkompliziert.

Eine Stunde später sitzen wir biertrinkenderweise in Andis Garten: Andreas, Stefan, Joshua sowie die gesamte Band - abgesehen von den beiden Backgroundsängerinnen, die haben hier nichts zu suchen. Ich kann nur erahnen, was bei einem Junggesellinnenabschied geredet wird... Ich habe jedenfalls nicht vor, länger als eine halbe Stunde für das Thema Hochzeit aufzuwenden. Und zwar am besten sofort, damit es erledigt ist. Ich bitte Stefan zu filmen; er sagt sofort zu.

Kannst du gemeinsam mit Stefania das Begrüßungskomitee übernehmen?, wende ich mich nun an Joshua.

Erstens: Wie sieht diese Stefania aus? Zweitens: Was ist ein Begrüßungskomitee?

Stefania ist hübsch - und verheiratet. Debora möchte, dass ihr die Gäste begrüßt und auf der Gästeliste abhakt, ihnen zeigt, wo die Trauung stattfindet Fragen zum Ablauf beantwortet, ihnen die Wedding Bubbles gebt und ihnen sagt, was sie damit tun sollen.

Was sollen wir ihnen geben?

Wedding Bubbles. Das sind stinknormale Seifenblasen. Die Gäste bilden nach der Trauung ein Spalier und pusten diese in die Luft.

Aha. Ich brauche wohl nicht zu fragen, wessen Idee das war.

Natürlich nicht... Also, machst du’s?

Klar! Ist der ideale Job, um die Hasen abzuchecken.

Das ist meine Hochzeit, Alter, keine Aufreißveranstaltung!

Das eine schließt doch das andere nicht aus. Mit Dieter gehe ich anschließend noch einmal die Lieder für die Trauungszeremonie durch. Somit sind alle Aufgaben verteilt und jeder weiß, was er zu tun hat.

Als Anekdote erzähle ich den Jungs nun die Geschichte vom Kauf der Hochzeitskerze. Das Beste daran ist, dass Debora nach wie vor glaubt, wir hätten die Kerze gemeinsam ausgesucht.

Wozu ist denn so ein Teil überhaupt gut? Will Andreas wissen. Auch die anderen haben keine Ahnung.

Als Symbol dafür, dass die Flamme der Liebe ewig brennen soll, erkläre ich. Debora wäre stolz auf meine schönen Worte. Und nach einem ordentlichen Krach zündet man sie an und alles ist wieder gut.

Wenn ich gewusst hätte, dass das so einfach geht, hätte ich auch auf eine Hochzeitskerze bestanden, lacht der geschiedene Joshua.

Wir wenden uns jetzt wieder männlicheren Dingen zu - den Steaks zum Beispiel, die Andi uns gerade auf die Teller wuchtet.

Das sind ja Prachtstücke, lobt Dieter. Und auch jede Menge davon!

Klar doch. Wir brauchen doch eine ordentliche Unterlage. Wird sicher eine lange Nacht.

Wir haben übrigens einen Überraschungsgast für dich, grinst Sam und geht ins Haus.

Es kommt doch wohl hoffentlich nicht jetzt schon eine Stripperin? Wir haben ja noch nicht mal was im Magen!

Sam kommt mit einer aufblasbaren Puppe unter dem Arm daher. Darf ich vorstellen? Das ist Kimberly.

Mann, seid ihr kindisch! Ich muss trotzdem lachen. Kimberly ist dunkel, hat lange schwarze Haare, üppige Brüste mit großen Nippeln und aufgedruckte pinkfarbene Strümpfe.

Falls dich Debora mal nicht ranlässt, grinst Sam.

Na dann vielen Dank. Ich versuche Kimberly auf einen Sessel zu setzen, was natürlich nicht funktioniert, weil sie sich in einer liegenden Position befindet. Also lehne ich sie gegen die Hausmauer. Wir können sie doch nicht nackt hier stehen lassen, finde ich, krame aus meiner Sporttasche mein Bräutigam-T-Shirt hervor und versuche es Kimberly überzustreifen. Joshua eilt mir zu Hilfe und Sam drückt fleißig auf den Auslöser seiner Handy- Kamera. Geschafft! Zufrieden blicken Joshua und ich auf die Puppe, die nun, mit meinem Shirt bekleidet, an der Hausmauer lehnt und uns mit weit geöffnetem Mund anstarrt. Sie scheint hungrig zu sein.

Ja, auf deinen Schwanz!

Steck ihr da irgendwas rein. Das sieht so abartig aus.

Dazu müssten wir den Mädels-Abend stürmen, erklärt Andi.

Wieso das denn?

Na, weil die eine Dildo-Party feiern. Da würden wir sicher ein passendes Teil für Kimberlys Mund finden.

Die feiern eine Dildo-Party?

Yes! Hat mir Milena erzählt.

Klingt ja ziemlich versaut! Joshua macht große Augen. Quatsch. Ist wie eine Tupper-Party - nur können die Ladys statt Plastikgeschirr Plastikschwänze einkaufen.

Echt jetzt?

Ja. Da kommt eine Tussi mit einem Koffer voll

Sexspielzeug und die Damen können nach Lust und Laune alles begutachten und anfassen...

... und ausprobieren! Joshua wird schon ganz nervös.

Nun komm wieder runter, Mann! Deine Fantasie geht mit dir durch.

Du bekommst eine schwarze Gummipuppe und Debora bekommt einen großen schwarzen Vibsi, damit jeder eine Alternative hat, falls der andere keinen Bock hat. Ist doch gerecht.

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